Herbstreise: 1. Teil – Bretagne

Die erste längere Reise ist gestartet. Mein erstes Ziel war der westlichste Punkt von Frankreich, Brest in der Bretagne. So fuhr ich via Basel, weiter richtung Strassbourg. Diese Strecke kannte ich bereits aus den Frühlingsferien. Weiter führte mich der Weg in Richtung Paris. Dabei versuchte ich alle mautpflichten Strassen zu vermeiden. Schaffte dies auch fast, ausser dass ich plötzlich in einem Tunnel, was mich 16 Euro kostete. Dadurch sparte ich aber auch gute 1,5h Fahrtzeit.

Die Fahrt war ruhig, wenig Verkehr, zwischenzeitlich gab es ein paar Regentropfen und einige Kaffeepausen. Überrascht haben mich die sehr schön gemachten und sehr einladenden Raststätten. Solch schöne Plätze habe ich der Schweiz erst selten gesehen, wie sie hier normal sind. Auf einer grossen Raststätte mit Restaurant und allem drum und dran südlich von Paris, verbrachte ich schliesslich meine erste Nacht im Bus.

[mappress mapid=“2″]Am Tag darauf ging es weiter und die Reise führte mich nach Saint-Malo, an der Nordküste der Bretagne. Ein Hafenstädtchen, welches eine grosse alte Stadt hinter dicken Mauern hat. So eine richtige Piratenfestung. Doch bis ich endlich einen Parkplatz gefunden habe, bin ich fast durchgedreht. Überal sind die Parkplätze auf eine Höhe von 2m beschränkt, mit dem Bus natürlich nicht brauchbar. So suchte ich lange, bis ich ein wenig ausserhalb des Zentrums endlich einen gefunden habe. Auf den grossen Stadtmauern umrundete ich erstmals die Altstadt, bevor ich mir einen Kaffee und meine erste orginale Crepes gönnte.

Nach weiteren 2,5h fahrt kam ich schliesslich gegen 18 Uhr in Brest an. Dort traf ich Heiner und Bernie, welche gerade den Ferienabschluss dort machten. Gemeinsam verbrachten einen gemütlichen Abend mit Pizza und Bier. Am nächsten Tag erkundete ich auch den Hafen, wo auch ein grosser Stützpunkt der französischen Marine liegt. Nachher wollte ich den wirklich äussersten Punkt von Frankreich besichtigen. Die Fahrt führt der wunderschönen Küste entlang, durch schöne Dörfer und wunderbaren Häusern. Auffallend die Bauweise mit Stein und die grossen Anwesen. Ich stellte mir öfters die Frage, woher echt das Geld in diese Region kommt, da es sichtbar keine grossen Einnahmemöglichkeiten vorhanden sind. Und wie es den sein sollte, ich hatte unterwegs auch schon mein erstes kleines Problem mit dem Bus. Bei einem Halt bemerkte ich, dass der Boden im Bus nass war. Nach genauerer Untersuchung entdeckte, dass der Deckel des Abwassertanks gesprungen war. Keine Ahnung, wie das nun wieder passieren konnte. Doch zum Glück hatte ich es früh gemerkt und sogar einen Ersatzdeckel dabei. Hoffentlich bleibt es bei diesem Deckel.

Schliesslich kam ich an Ende der Welt an – Pointe du Raz. Eindrückliches Meer, imposante Klippen viel Wind und Wellen. Dieses Bild wird mich auch in den nächsten Tagen begleiten. Eindrücklich auf jeden Fall diese imposante Kraft der Natur, stundenlang könnte ich sie beobachten. Daher auch die vielen Fotos davon! Ein bisschen weiter südlich liess ich mich die kommenden Nächte in Pointe de la Torche nieder, einem kleinen Surfer-Meka. Doch der Campingplatz war leer, fast keine anderem Gäste mehr, eindeutig bereits Nebensaison. Bernie leistete mir hier auch noch zwei Tage gesellschaft, da sie noch einige Tage ferien hat, was ich sehr genoss, noch nicht ganz alleine zu sein.

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