Herbstreise: 5. Teil – Nordküste Spanien 2

Das nächste Ziel, war die nächste grössere Stadt, Bilbao, als ich am Morgen aufbrach. Doch auch diese Stadt war ein grosses Chaos mit dem Bus. Nach einer halben Stunde, dichter Verkehr, Chaos und erfolglosem Parkplatz suchen zog ich schliesslich genervt weiter. Ich kannte die Stadt ja schon, und daher musste ich nicht etwas erzwingen, was einfach nicht geht.

So zog ich weiter der Küste entlang. Berg auf, Berg ab mit immer wieder wunderbaren Ausblicken aufs Meer. Plötzlich habe ich mich jedoch verfahren, sah kein Meer mehr, nur noch Berge auf, und Berge ab… Schliesslich kam ich in ein kleines Dörfchen, hielt an und ging in die nächste Bar, natürlich mit der meiner Strassenkarte bewaffnet und hoffte auf aufklärung. Und so startete die Diskussion, jeder wollte die Karte sehen, zu fünft stritten sie, wo wir sind, bis sie schliesslich sich darauf einigten, dass diese Karte einfach schlecht ist. Sie konnten mir auf jeden Fall den Weg zurück zum Meer erklären. So landete ich schliesslich in Noja, wo ich eine weitere Nacht verbrachte. Schönes kleines Städtchen, dass meinem Eindruck nach sehr auf den Tourismuss setzt.

Am nächsten Tag ging die Reise der Küste entlang weiter. Dabei besuchte ich auch die nächste grössere Stadt: Santander. Diese Stadt war zur abwechslung nicht so kompliziert mit dem Bus und ich fand relativ schnell einen Parkplatz. Das Zentrumn der Stadt ist sehr modern, hat eine schöne Uferpromenade und schöne Einkaufsstrassen. Ganz toll fand ich die alte Markthalle, welche nun einige Restaurants und die Touristeninformation beherbergt.

Anschliessend ging es der Küste entlang weiter. Ich landete auf einen Campingplatz irgendwo vor Gijon. Hier hatte ich Internetanschluss und es gelang mir endlich, mein TomTom Spanien tauglich zu machen. Am Abend fand auf dem Campingplatz noch ein Treffen eines localen Scirocco-Clubs statt.

Die nächste Etappe war relativ kurz. Gijon umfuhr ich und stach anschliessend wieder auf eine kleine Küstenstrasse. Ich landete dabei an einem Ort, an dessen Namen ich mich leider nicht mehr erinnern kann. Auf jeden Fall fuhr ich bis ans Ende der Strasse und kam zu einem kleinen Leuchtturm, der auf einer grossen, weit in das Meer hinaus gehender Klippe war. Ich parkiert und ging lange an der Klippe lang spazieren. Es war herrlich, unten das wunderbar blaue Meer, die schroffen, zum Teil senkrechten Klippen, die grünen Hänge und Wiesen. Irgendwo stieg ich zum Meer hinunter und kam an einen kleinen Kiesstrand, wo ich picknickte. Zurück beim Bus parkierte ich auf einem kleinen Platz, fast beim Leuchtturm. Und schon bald konnte ich einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten. Am Morgen erwachte ich, und stellte gerade fest, dass die Sonne auf der anderen Seite am Aufgehen ist. Genau das umgekehrte wie am Abend.

Am nächsten Tag fuhr ich weiter der Küste entlang. Jedoch wurde sie anders, nicht mehr so schön, auch die Orte waren sichtlich ärmer, wenig bis kaum Tourismus. Schliesslich verbrachte ich die Nacht in Valdoviño, welches wieder ganz schön war und auch einen tollen Strand hatte. Jedoch war das Meer hier sehr kalt, so dass ich nicht baden ging.

Das nächste Ziel war Santiago de Compostela. Ich wollte heute wieder ein wenig länger fahren, nahm auch wieder Schnellstrassen. Santiago ist eine wirklich sehr schöne Stadt. Hat eine grosse Altstadt, mit vielen Gässchen, schönen Plätzen. Jedoch war auch hier die Parkplatz suche sehr schwierig, es wurde zudem noch in der Innenstadt demonstriert und machte das Chaos perfekt. Jedoch lohnte es sich wirklich. Anschliessend fuhr ich weiter bis nach Ourense, nach Allariz wo ich mich auf einem grossen, aber beinahe leeren Camping niederliss für die Nacht.

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