Herbstreise: Teil 6 – Quer durch Spanien

Nun kam ich wieder in Stimmung, um längere Strecken zurück zu legen. Da weder das TomTom noch die Karte mir viele Campingplätze bis gar keine auf meiner gedachten Strecke anboten, fuhr ich einfach los in Richtung Villadolid. Schliesslich ging es ganz gut mit fahren und ich beschloss bis dorthin durch zu fahren.

In Villadolid machte ich einen kurzen Rundgang durch die Stadt, trank einen Cafe Solo (wie immer), ging wieder mal gross einkaufen (Kühlschrank und Vorratskammer leer…) und fuhr anschliessend nochmals knapp 100km weiter. Schon wärend der Fahrt stellte ich fest, dass es hier kaum Tourismus gibt. Auch in Villadolid, welches laut der Karte als Sehenswert markiert ist, gab es diesbezüglich nicht viel. So auch die ganze Gegend hier. Landschaftlich hat sich so einiges verändert. Die grünen Berge sind kahlen, ebenen Flächen gewichen. Sehr viele Felder dazwischen. Ich vermute vor allem Getreide, jedoch ist der grösste Teil bereits geernted worden und es sind überall nur noch stachelige Flächen übrig, welche ausgedörrt herum stehen. In Canalejo fand ich einen Campingplatz. Dort übernachtete ich schliesslich.

Auf dem Camping sah ich Bilder von einem nahe gelegen Nationalpark und beschloss am nächsten Tag, dort vorbei zu schauen. So fuhr ich nach Sepulveda. Zur Abwechslung in dieser Gegend, war dies ein wirklich schönes Dörchen mit einem alten Dorfkern. Also hier am Rio Duraton fand ich einen kleinen Weg, auf welchem ich in den Park spazierte. Doch an einer Infotafel stellte ich fest, dass ich mich ganz am Rande des Parks befinde und es noch eine andere Möglichkeit gab, weiter mit dem Auto in den Park zu fahren. Als ich daher gerade umkehren wollte, flog ein riesen Vogel über mich hinweg. Als ich die Klippen genauer betrachtete, erblickte ich auf einem Felsvorsprung, keine 30m von mir, zwei weitere dieser grossen Vögel. Leider habe ich keine Ahnung, was das für welche waren. Zurück beim Bus, fuhr ich nun weiter nach Villaseca, wo ich über eine Schotterpiste ca. 5km weiter fuhr. Sehr staubig und mit vielen Schlaglöchern versehen Piste war das. Zum Teil musste ich mit weniger als dem ersten Gang fahren bzw. kriechen. Dafür weiss ich jetzt, dass der Bus auch Schotterpisten tauglich ist und auch wenn es schüttelt noch zusammenhält. Der Weg hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nach einer Runde mit dem Bike setzte ich mich wieder hinter das Steuer, Schotterpiste zurück und fuhr Richtung Alicante, an Madrid vorbei weiter. Schliesslich übernachtete ich todkaputt auf einem Rastplatz.

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