Osteuropa – 2. Teil, Verseni Rumänien

Nach einer ruhigen, aber kurzen Nacht, machten wir uns am morgen um 6 Uhr auf und fuhren weiter. Schon bald hatten wir die Grenze überschritten und befanden uns ins Rumänien.

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Bei Satu Mare überquerten wir die Grenze. Schlagartig veränderten sich die Strassenbedingungen und man merkte, dass man nochmals ein Stück weiter weg von Westeuropa gekommen ist. Nach dem Besorgen der rumänischen Vignette, welche für das ganze Strassennetz obligatorisch ist, sind wir auf der E81 bis an die ukrainische Grenze hoch gefahren. Die Strassen waren zwar schlechter als in Ungarn, jedoch waren sie eigentlich bis auf einzelne Belagsschäden oder Löcher ganz in Ordnung. Natürlich hatten wir keine Autobahnen mehr, keiner graden Strassen mehr, sondern es ging durch Dörfer und über Land. Immer wieder begegneten wir den typischen Pferdekutschen mit ein oder zwei PS, welche sich mehr oder weniger beladen auch auf den Hauptstrassen breit machten.

In Sapanta, in der Nähe von Sighetu Marmetiei besuchten wir auf der Durchfahrt einen sehr speziellen Friedhof. Im Jahre 1935 begann ein Einheimischer wunderschöne blaue Holzkreuze zu schnitzen. Mit einem Bild und einem Spruch sagen sie über jeden Toten etwas aus. Sie sind lustig, traurig, bissig oder rechnen mit dem Toten auch mal unverblühmt ab. Die Texte verstanden wir leider nicht, doch nur schon die Bilder berichteten, oder liessen erahnen um was es geht.

Die weitere fahrt bis Borca wurde immer bergiger. So kamen wir langsam in die Ausläufer der Karparten und fuhren einen Pass hoch. Der Verkehr wurde spärlicher und die Fahrt ging durch eine wunderschöne Gegend. Auf dem Pass wechselten wir die Fahrer. Ab sofort übernahm Nicole das Steuer. Und welch ein Pech – die bisher nicht schlechte Strasse verwandelte sich in eine Schlaglochpiste, wie man sich in den kühnsten Träumen nicht ausmahlt. Die Strasse war betoniert, jedoch wäre jeder Feldweg wahrscheinlich angehneher zu fahren. Und wäre das nicht genug, so zog sich diese Hauptstrasse (!) über 32km hin. Natürlich alles im ersten oder zweiten Gang, den schneller war es schlicht weg nicht möglich durch die Löcher zu fahren; ausweichen war nämlich nicht möglich, da es zuviele Löcher waren. Immer wieder fuhren wir an sehr schönen, hölzernen Kirchen vorbei, welche kunstvoll verziert, komplett aus Holz gebaut waren.

Die weitere Reise ging eigentlich ganz gut von statten. Eine kleine Panne von einem Bus führte kurz vor unserem Ziel zu einem kleinen Stau. Dabei bin ich kurz ausgestiegen und nachschauen gegangen. Schon wurde ich angesprochen von einem Rumänen, dem es sofort aufgefallen ist, dass wir aus der Schweiz kommen. Auf französisch erklärte er, dass er vier Jahre im Welschland gearbeitet hat. Als wir schon wieder weiterfuhren, war er plötzlich vor uns unterwegs und hielt nochmals an. Er wollte uns zu sich einladen, völlig unverbindlich. Gerne hätten wir das Angebot angenommen, hätten wir noch kein konkretes Ziel gehabt.

[mappress mapid=“5″]Schliesslich kamen wir in Verseni an. Wie in vielen Dörfern sind hier die Strassen noch nicht geteert, die Wasserversorgung auf einen Ziehbrunnen beschränkt. Wir besuchten hier ein Kinderheim. Ein Projekt der Juseso BL, bei welchem ich im letzten Jahr die Kochkelle schwang. Hintergrundinfos hier. Das viele Material welches wir mitgenommen haben, konnten wir nun endlich ausladen. Drei Nächte verbrachten wir hier und halfen, wo es gerade nötig war. Beim aufräumen, beim Kochen, beim Abwaschen oder Dinge vorbereiten. Es waren zwei schöne Tage, welche uns auch halfen uns am Klima und den Gegenbenheiten anzupassen. Zuerst hatten wir super heisses Wetter, um die 38°C. Am zweiten Tag kam es jedoch heftig Gewittern und es kühlte ein wenig ab. Am Dienstag morgen nach dem Morgenessen fuhren wir schliesslich weiter.

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