Osteuropa – 4. Teil, Donau-Delta und schwarzes Meer

Nach dem Draculaschloss wollten wir weiter Richtung schwarzes Meer. Die Temperaturen stiegen wieder an. Umso schwitziger wurde es im Auto ohne Klimanlage. Da auch die Fahrzeit auf direktem Weg sehr lange gewesen wäre, beschlossen wir die Strecke in zwei Tagen zurück zulegen.

Die erste Etappe fuhren bis in die Nähe von Buzau. Genauer in die Nähe von Berca. Dank dem Reiseführer wussten wir, dass wir dort Schlammvulkane finden sollten. Der Weg führte durch eine schöne, grüne Hügelgegend, bis wir schliesslich am Ziel waren. An der Kasse zahlten wir 2 Lei pro Person und wurden darauf hingewiesen, dass wir das Rauchen absolut unterlassen sollen (sonst kabumm, peng…). Die kleinen Schlammvulkane waren super. Sie bluberten mehr oder weniger vor sich hin, schwappten wieder über den Kraterrand und die Schlammlava ergoss sich den Kegel herunter.
Der weitere Teil der Reise war wieder unter dem Stichwort Schwitzen und Campingplatzsuche gewidmet. Schliesslich am Ende unserer Kräfte fanden wir schliesslich am Lacul Sarat einen kleinen Camping gleich hinter der Badi.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter. Zuerst nach Braila, wo uns die Fähre über die wellende Donau brachte. Zum Glück haben wir den Rumänen das drängeln mit dem Auto abgeschaut und uns so weit vorne in der Startreihe für auf die Fähre platziert. Für 30 Lei, ca. 7.50 Fr. haben wir die Donau überquert. Anschliessend ging die Reise bis nach Murighol noch ca. 3h weiter. In Murighol fanden wir gleich einen Camping. Mit dem Rad erkundeten wir den Ort und verglichen Angebote für eine Donaudelta erkundung. Schliesslich entschlossen wir gleich mit dem Chef des Campingplatzes mitzugehen. So starteten wir am nächsten Morgen um 6 Uhr und waren gute vier Stunden unterwegs. Dank seinem geübten Auge sahen wir viele, viele Vögel. Auch fuhren wir durch Schilfgürtel, Kanäle, verschiedene Seen und Seerosenflächen durch. Schon bald war die Orientierung weg. Wir legten etwa eine Distanz von 50km zurück. Zu den Highlights gehörten sicher die Pelikane und die zwei Seeadler, welche wir gesehen haben. Aber auch unzählige Eisvögel, Frösche, verschiedenste Reiher und so weiter.

Am nächsten Tag fuhren wir wieder weiter. Die Reise ging diesmal richtung Süden, aus dem Delta heraus ans Schwarze Meer. Die Strasse war über weite Strecke in Bau. Dies hiess, dass sie nur aus Schotter bestand und unglaublich staubig war. Schliesslich kamen wir am bekanntesten Strand bei Constanza an. Mamaia heisst diese Halbinsel, welche ca. 30km lang ist und schöner Strand bietet. Natürlich auch sehr touristisch. Mit voller Freude schnappten wir die Badehosen und sprangen in die hohen Wellen, die es wegen dem starken Wind hatte. Doch schon nach kurzer Zeit trillerte ein Retungsschwimmer à la Baywatch mich zurück und wies mich darauf hin, dass die rote Flagge gehiest sei und das Baden nur im seichten Wasser erlaubt ist. Daher war der Spass nur von kurzer Dauer. Das Wasser war sehr warm und wenig Salzig. Verglichen mit dem Mittelmeer ist der Salzanteil um ein vielfaches geringer. Nach dem Badeausflug assen wir die übelste Pizza, welche je gegessen habe (also nur knapp ein drittel davon) und fuhren los in Richtung Bosnien. Bei einer kleinen Imbissbude an der Strasse verbrachten wir schliesslich die letzte Nacht in Rumänien.

 

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