Unterwegs nach Schottland

Im letzten Jahr fuhren wir gen Osten. Woher der Vorschlag oder die Idee kam, in diesem Jahr nach Schottland zu fahren, wissen wir nicht mehr genau. Auf jeden Fall waren wir uns schnell einig und buchten irgendwann im Februar die Fähren für die Hin- und die Rückfahrt.
Am vergangenen Dienstag ging es los. Am Montag haben wir noch gemütlich und zügig gepackt. Langsam haben wir den Dreh richtig raus und die allgemeine Packliste erleichtert es uns auch. Grosse Änderung in diesem Jahr ist sicherlich, dass wir das Klettermaterial nicht dabei haben, dafür aber Schlafsack, Mätteli und Biwaksack. Vielleicht werden wir uns in den schottischen Hochebenen auch auf eine längere Tour begeben. Wer weiss…

Nun ging es aber los. Unser Plan war in zwei Tagen bis Duenkirchen zu fahren, von wo aus wir schliesslich die Fähre nach Dover reserviert haben. Den Weg planten wir via Stuttgart richtung Köln. Doch kurz nach Konstanz begann Susi (unser TomTom) uns darauf hinzuweisen, dass wir mit grösseren Verzögerungen und Staus rechnen müssen. Wir überliessen ihr die weitere Planung des Weges. Sie schickte uns kurzerhand nach Frankreich, wo wir uns in der Nähe von Calmar wieder fanden und ein Stuck weit die gleiche Strecke fuhren wie damals, als wir nach Fontaine Bleu unterwegs waren.
Die Kilometer flossen so dahin und schon bald fanden wir uns an der Grenze zu Luxemburg – im Stau. Das Ganze zog sich über 5km Stop-and-go dahin, doch schon bald floss es wieder. Die Gelegenheit liessen wir uns natürlich nicht entgehen und besuchten noch Luxenburg City. Wieder eine Stadt und ein Land mehr um abzuhaken. Das Städtechen gab meiner Meinung nicht soviel her. Doch schmeckte das Abendessen in einem Restaurant an der Plaza d`armas gut.
Anschliessend fuhren wir noch ein wenig weiter mit dem Ziel, in Luxemburg irgendwo die Nacht zu verbringen. Doch ist dieses Land so klein, dass wir gleich in Belgien landeten. Dort fanden wir nach einigem hin und her ein einiger massen ruhiges Plätzchen in einem Waldstuck an einer Überlandstrasse.

Für den nächsten Tag haben wir uns überlegt, in Belgien noch kurz an das Meer zu fahren. Ohne richtiges Kartenmaterial und nur mit Susi im Gepäck, landeten wir in Bruggen. Wir fuhren alles der freundlichen Stimme nach und landeten mitten im Zentrum, der Altstadt. Es wimmelte von Leuten und es war fast kein Durchkommen. Etwa vergleichbar damit, wenn man mit dem Auto in St. Gallen vom Vadianplatz hinauf zum Kloster fahren würde während dem Weihnachtsbummelsonntag. Nur das aller Anschein nach dieser Weg über kein Fahrverbot verfügte und es gewöhnlicher Mittwoch war. Als wir überraschend schnell einen Parkplatz fanden und los zogen, wurde uns auch schnell klar, warum diese Städtchen nur so von Leuten wimmelte. Es war wirklich ein ganz schönes Örtchen, wo wir gelandet sind. Mit Kanälen, Windmühlen, alten schönen Häusern usw. Wir flanierten ein wenig herum, bevor wir uns auf die letzte Etappe nach Duenkirchen machten, wo wir uns schon bald durch Ticket und Zoll in die Wartelinie für die Fähre einreihten. Kurze Zeit später fuhren wir auch schon auf die Fähre, suchten uns auf Deck 6 einen gemütlichen Platz mit Tisch und wunderbaren Ausblick auf das glatte Meer. Um 20 Uhr war Abfahrt und völlig ruhig und Sonnenuntergang ging es in zwei Stunden nach Dover.

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In Dover mussten wir von der Fähre. Doch zuerst musste der Lieferwagen vor uns mit LV Schild sein Vehikel zur Seite schieben, da es nicht mehr anspringen wollte. Und nun waren wir auf britischem Boden. Alles verkehrt herum. Geschwindigkeit in Meilen, Schilder mit viel Text, welche man kaum lesen kann… Nun ja, lange fuhren wir nicht mehr und gingen schon bald auf eine Autobahnraststätte und gönnten uns ein wenig Schlaf. Am nächsten Morgen sass Nicole ans Steuer. Der Plan von uns und Susi war, London westlich zu umfahren und so Richtung Norden zu fahren. Doch auch hier meldete sie sich schnell und teilte uns Baustellen und Staus mit einer länge von 50km mit, welche sich angeblich aus unserem Weg befinden. Sie schlug daher den Weg östlich um London vor. Naja, wir kennen uns ja schon lange, also vertrauten wir auch diese Mal ihrem Rat. Mit der Zeit gab es jedoch auch auf dieser Strecke Schwierigkeiten und der Weg änderte sich abermals. Nun ja, wir landeten trotzdem im Stau. Nicht so gewaltig. Dafür darf Nicole nun sagen, dass sie fast bis ins Zentrum von London gefahren ist.
Die weitere fahrt war unspektakulär. Wir kamen gut vorwärts und waren bald nördlich von Liverpool und gingen dort von der Autobahn. Ziel war die Küste. Diese fanden wir auch, fuhren durch mehr oder weniger schöne Dörfer. Die Häuser sind echt schön, doch merkt man, dass nicht viel an der Infrastruktur gemacht wird.

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Da überall an diesem Örtchen die Parkplätze mit „No ovenight Parking“ angeschrieben waren, suchten wir ncoh lange herum. Schliesslich landeten wir auf einem Campingplatz, schön gelegen und ziemlich luxeriös. Obwohl an der Reception uns die gute Dame explizit aus die Öffnungszeiten der Bar hingewiesen hat und Michi sich sehr auf einen Drink gefreut hat, standen wir vor verschlossenen Türen.

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