Willkommen in Schottland

Am folgenden Tag überschritten wir die Grenze nach Schottland. Auf der Strecke richtung Dumfries fuhren wir eine kleine Küstenstrasse entlang, welche uns auch durch Caerlaverock führte und uns zu einem Halt beim Gleichnamigen Castle veranlasste.
Das erste Castle von unserer Reise ist auch ein sehr altes und eigentlich nur noch eine Ruine. Jedoch ist die ganze Anlage sehr sehenswert und die guten Infotafeln lieferten auch noch gute geschichtliche Hintergrundinformationen.

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Nach einem gemütlichen Picknick fuhren wir weiter Richtung Norden am Ufer entlang des Loch Ken. Übrigens nenne sie hier alle Seen Loch… Die Schotten…
Etwa in der Mitte der Strecke in Parton fuhren wir auf einen Camping, entschlossen jedoch, noch weiter zu fahren, da später auf der Strecke noch ein anderer auf der Karte eingezeichnet ist, welcher sich für Aktivitäten von der Lage aus wahrscheinlich besser eignet. Trotzdem liessen wir es uns nicht nehmen noch kurz in die Badehosen zu schlüpfen und uns im Loch kurz zu erfrischen.
Schliesslich waren wir unterwegs im Galloway Forrest Park zwischen New Galloway und Newton Stewart. Der ganze Park soll vor allem bei Mounten Bikern beliebt sein und auch viele schöne Wanderrouten haben. Den Camping, welcher wir uns als Basis für zwei drei Nächte vorstellten, gab es jedoch nicht mehr. Wir fanden dafür einen ruhigen Parkplatz, leich von der Strasse zurück versetzt in einem Waldstück. Nach einem gemütlichen Abendessen setzten wir uns noch kurz auf das Rad und fuhren noch schnell zu einem kleinen Loch im Wald.

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Am Parkplatz hatte es eine sehr gute Infotafel mit Karte und Wanderrouten. Auch am nächsten Morgen setzten wir uns auf das Rad und machten noch eine Tour durch das Gebiet. Perfekt markierte und unterhaltene Wege machten die knapp 10km Einstiegstour zu einem guten Auftakt.

Anschliessend gingen wir auf Newton Stewart shoppen. Neben Lebensmittel kauften wir noch etwas anderes ganz wichtiges: Scheibenreiniger und einen Scheibenputzer. Den hier kennen sie das nicht, dass es an den Tankstellen Scheibenputzeimer hat. Und unsere Scheibe war mittlerweile so von Insektenleichen übersäht, dass wir bald Blind durch Schottland fuhren. Unser Weg führte uns noch kurz ein wenig zurück richtung Meer, den wir wollten noch unseren ersten Steinkreis sehen. An der Strasse , umgeben von Kühen fanden wir dann ein paar kreisförmig angeordnete Felsen – umgeben mit englischem Rasen. Die Rasen und Gärten sind uns sowieso schon mehrmals aufgefallen. Wunderschöne Häusschen mit wunderschönen Rasen und Gärten.
Die Fahrt führte uns wieder zurück in den Galloway Forrest Park – jedoch weiter nördlich ins Zentrum. Wir quartierten uns auf einem kleinen Parkplatz beim Loch Trool ein. Dort sassen wir gleich mal auf unsere Bikes und fuhren hoch zu einer Gedenkstäte von Robert the Bruce (King of Scots), welcher 1307 hier die Engländer mit 300 gegen 1500 Mann vernichtete. Nicht nur hier, auch an vielen weiteren Orten hat er grosse Schlachten geführt uns ist ein richtiger Held. Nun ja, hier wurde eben noch ein Stein zu seinem Gedenken aufgestellt, ein Stück oberhalb des Sees.

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Oben angekommen beschlossen wir gleich, den ganzen See zu umfahren. Zurück bei unserem Zuhause gingen wir noch kurz baden und machten unsere ersten Erfahrungen mit den voll doofen, mühsamen kleinen Mücken namens Midges (Erinnerung an die saudoofen Gniezen in Norddeutschland).
Den Rest des Tages beobachteten wir das Wanderverhalten der Einheimischen. Zu Unterscheiden gibt es drei Typen:
Typ 1: Fährt mit dem Auto auf den Parkplatz, steigt aus, holt aus dem Kofferraum einen Campingstuhl und Kaffee aus der Kanne, setzt sich und packt nach ca. 15min wieder zusammen und geht. Es gibt jedoch auch solche , die lassen den Teil mit aussteigen aus und trinken den Kaffee im Auto.
Typ 2: Fährt auf den Parkplatz, steigt aus (meistens mit 1-2 Hunden), schnallt sich einen Rucksack an (es wurden sogar Subjekte mit steigeisenfesten Schuhen gesichtet) und läuft los. Nun ist nicht ganz klar, was passiert. Vielleicht sind sie sehr schnell, auf jeden Fall nach höchstens 30min sind sie zurück und gehen wieder.
Typ 3: Dieser Typ wurde nur einmal beobachtet. Das Auto stand bereits auf dem Parkplatz als wir kamen. Erst gegen Abend kam dann eine Familie zurück und stieg ein. Man konnte das Gefühl haben, sie seihen wirklich den ganzen Tag unterwegs gewesen. Beim genaueren hinschauen stellten wir jedoch fest, dass das Auto gar nicht ein Lokaler war, sondern Belgische Nummer hatte.

Am nächsten Tag schnallten wir uns die Wanderschuhe an und beschlossen den zweithöchsten Berg der Gegend zu erklimmen. Wir starteten beim Bruce Denkmal auf 150m über Meer. Unser Ziel war der 719m Hohe Benyellary. Und wir schafften es! Wir gingen zeitig los. Der Himmel war bewölkt und die Gipfel waren noch im Nebel. Doch je später es wurde, um so mehr begann die Sonne sich zu zeigen. Dennoch blieb es bis wir auf dem Gipfel waren dunstig. Die Gegend und die Aussicht war jedoch wirklich toll.

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