Schottland – Hebriden-Inseln

Isle of Skye
Wir haben uns gegen die Fähre dafür für die Skye Bridge in Kyle of Lochalsh entschieden, um auf unsere erste Insel zu kommen. Unsere erste Insel ‚Skye‘ gehört zu den sogenannten inneren Hebriden. Die Autofahrt dauerte ein wenig länger als mit der Fähre, dafür wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht in die Highlands belohnt. Wir (Michi) machte seine erste Bekannschaft mit einer single track road. Das bedeutet, dass die Strasse nur breit genug für ein Auto ist. Zum Kreuzen gibt es alle 150 bis 200 Meter einen passing place, eine Ausbuchtung. So ging es für fast 20 km zum kleinen Dörfchen Elgol. Laut unserem Führer hätte das letzte Stück zu diesem Fischerdörfchen eine Steigung von spektakulären 25% haben sollen – doch diese fanden wir nicht wirklich. Unten angekommen assen wir ein schottisches Glace, Michi mit Honig und Nicole mit Erdbeeren (falls das jemanden interessiert). Den gleiche Weg durften wir wieder zurück.

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Am Abend hatten wir für eine Nacht einen wunderschönen Campingplatz im Norden der Insel direkt an einem See (Midges Alarm). Auch mit den vielen Schweizern die unterwegs sind machten wir allmählich Bekanntschaft. Die meisten sind gut getarnt  mit einem  Mietauto unterwegs.

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Am Nachsten Tag ging unsere Fähre auf die nächste Insel erst am Abend. So nutzen wir die Zeit für eine „gemütliche“ Velotour zu einem schönen abgelegenen Leuchtturm. Der Weg, genauer gesagt Wanderweg, führte uns an den Klippen entlang mit schöner Aussicht auf die Insel Lewis und Harris. Wir sahen den Leuchtturm schon von weitem. Leider schafften wir es nicht bis dorthin. Der Weg führte uns zum Schluss über die Schaf und Kuhweide und über Stock und Stein. Zudem wurde das ganze Gebiet sumpfig. Wir mussten leider aufgeben und den Rückweg antreten. Danach machten wir uns auf nach Uig wo wir die Fähre bestiegen.

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Insel Harris
Mit der Fähre fuhren wir auf die nächste Insel, auf Harris. Harris gehört zu den äusseren Hebriden. Wir kamen am Abend an und fuhren noch rund 45min weiter in den Süden auf einen kleinen Campingplatz. Eine Reception gab es nicht. Am Eingang hatte es eine Tafel mit den Preisen und einen Briefkasten für das Geld. Der Camping selber lag an einem wunderbaren Sandstrand, wie wir in den nächsten Tagen noch einige weitere sehen würden. Wenn das Wasser nur nicht so kalt wäre, könnte man schnell meinen, man sei irgendwo in Spanien. Wir blieben für zwei Nächte dort und lagen am zweiten Tag vor allem auf der faulen Haut. (Kleider waschen war angesagt).

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Bereits auf Skye machten wir enge Bekanntschaft mit den Schafen. Hier auf Harris aber erst recht. Überall laufen diese Tiere rum. Eingezäunt werden einfach nur die Bereiche, wo die Schafe nicht hin sollen. Sonst begleiten sie einem auf den Strassen, grasen am Rand oder machen ein Nickerchen in der Mitte und man muss mit dem Auto einen Bogen um sie herum fahren. Die unterschiedlichsten Rassen begegnen einem hier und es ist köstlich diese Tiere zu beobachten.
Unsere Reise führte uns um die ganze Südseite von Harris und über die soganannte Golden Road – angeblich die teuerste Strasse pro Kilometer von ganz Grossbritanien. Eine Küstenstrasse, welche sich durch unwirkliches Terrain, Küste hoch und runter durch Felsen hindurch schlängelt. Auf der Weiterfahrt besuchten wir noch den angeblich schönsten Stonecircle in ganz Schottland.

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Am Ende des Tages landeten wir am Ende der Nordinsel von Harris, wo es nicht mehr weiter geht, in Mealasta. Während dem zweiten Weltkrieg wurde vom Militär hier eine kleine Station mit 300 Mann hier betrieben, seit da ist aber nichts mehr vorhanden. Der Weg dorthin führte uns wie eigentlich schon die ganze Zeit über singel track roads. Über wunderschöne grüne Hügel, steinige Schluchten, vorbei an schönen Aussichten übers offene Meer, Klippen und weissen Stränden. Unser Platz für den Bus war einfach traumhaft. Vom Bett aus Aussicht aufs Meer, Schafe rundherum am Grasen, viele Hasen welche durch die Gegend hoppeln und ein schöner Sonnenuntergang.

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Insel Lewis
Am nächsten Tag fuhren wir weiter zur Insel Lewis. Eigentlich sind die beiden Inseln fest miteinander verbunden, so das ich zumindest nicht verstehe, warum das zwei Inseln sein sollen. Auf Lewis fuhren wir erst mal ganz in den Norden. Unterwegs machten wir noch einen kleinen Halt an einer restaurierten alten ursprünglichen Getreidemühle. Im Norden angekommen kamen wir zu einem Leuchtturm und ganz imposanten Klippen. Nach einem kleinen Mittagessen fuhren wir wieder retour und suchten noch einen Geocache. Erfolgreich gefunden fuhren wir weiter von der West- zur Ostküste und dort abermals Richtung Norden bis ans Ende. Dort schnappten wir die Bikes und fuhren ein wenig den Hügel hoch, bis wir im Sumpf und Morast stecken blieben und wieder umkehren mussten. Der Platz, welcher wir gefunden haben wäre eigentlich auch wieder super gewesen, wären nach dem Nachtessen  nicht soviele Tausend Midges auf uns los gegangen. Einmal Türe auf am Bus – 352 Midges drin. Davon konnten wir 321 abschlagen bevor wir gestochen wurden – der Rest hatte jedoch Erfolg. Sie brachten uns auf jeden Fall soweit, dass wir den Platz wechselten.

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